Ein Sommernachtstraum
Die Idee, wie man zu einem der bekanntesten Stücke der Welt eine musikalische Fassung schreibt, wurde im Budapester Operettentheater geboren. Daraufhin hat der Direktor Miklós Gábor Kerényi zusammen mit dem für sich für die Liedertexte verantwortlich zeichnenden Péter Sziámi Müller das Textbuch der Produktion verfasst. Ihnen hat sich als Komponist eine der herausragenden Gestalten des ungarischen Jazzlebens, Béla Szakcsi Lakatos, angeschlossen.
Im Mittelpunkt des Sommerstückes stehen die allgemein bekannten Figuren. Ort der Handlung ist der Wald der Träume und der Liebenden und hier die Lichtung: der magische Treffpunkt für die irdischen Menschen und die unsichtbare Geisterwelt. Hier tauchen auch die für sie unsichtbaren Elfen auf, Oberon, der mächtige Elfenkönig, seine ständig keifende Gattin Titania, der ihnen dienende Puck mit seinen Kumpels und die anderen … Hier im Schatten des „weinenden-musizierenden Mondes“, der ihre Flügel zusammenschlagenden Schmetterlinge, der lodernden Feuer, der in grellen Farben leuchtenden Blumen, der fliegenden Stöcke, der Töpfe, in denen das Hochzeitsmahl vor sich hin köchelt, und der Eselsköpfe verheddern sich die Fäden, laufen die wirklich Liebenden miteinander fort, tropfen Elfen Zaubermittel in die Augen der anderen Elfen und der Menschen, treibt Puck alle Liebenden in einem riesigen Kreis zusammen, damit sich dann schließlich gerade durch seine Hilfe die ineinander verschlungenen Fäden entwirren… Über die Verwirrungen der Liebe, über die Machtkämpfe hinaus erscheint in der unter der Regie von KERO® entstandenen Aufführung auch ein kataklismatisches Bild der Zerstörung unseres Planeten. Aber dennoch werden Titania und Oberon, die beiden Herrscher über die Geisterwelt, am Ende des Stückes vor eine interessanteWahl gestellt, auf welcheWeise sie nämlich ihre gemeinsame Existenz fortsetzen wollen. |